4. März 2025
Januar 2025: Los Angeles kämpft gegen verheerende Waldbrände nach monatelanger Dürre, Duisburg wird von Rekordhochwassern heimgesucht und ein Sturm verwüstet die britischen Inseln, sodass hunderttausende Haushalte ohne Strom dastehen.
Extremwetterereignisse häufen sich weltweit – diese schlichte Tatsache müssen selbst Klimawandelskeptiker akzeptieren – und bedrohen nicht nur unzählige Menschenleben, sondern richten regelmäßig Schäden in Milliardenhöhe an. Höchste Zeit, smarter zu planen und zu handeln.
Ein vielversprechendes Konzept, um Städte klimaresistenter zu gestalten, ist das Prinzip der Schwammstadt. Doch was steckt hinter dem Schwammstadt-Prinzip, warum ist eine Schwammstadt so wichtig und wie können Sie selbst ganz einfach einen Beitrag dazu leisten? Das erklären wir Ihnen in diesem Beitrag.
Um verstehen zu können, wieso eine Schwammstadt eine gute Sache ist, sollten wir uns zunächst den Ist-Zustand unserer Städte vor Augen führen: Laut Schätzungen des Umweltbundesamtes sind etwa 50 % aller Siedlungs- und Verkehrsflächen in Deutschland versiegelt – und das ist ein großes Problem, mit schwerwiegenden Konsequenzen:
Um alldem effizient entgegenzuwirken, sind Städteplaner:innen inzwischen auf den Gedanken gekommen, dass es vielleicht nicht die beste Idee ist, alles mit Glas, Stahl und Beton zuzukleistern. Besser wäre es, wenn Regenwasser dort, wo es fällt, in den Boden eindringen könnte. Und zwar, wenn sich die Städte und Dörfer mit Wasser regelrecht vollsaugen würden – so wie ein Schwamm. Eine Schwammstadt!
Aber Scherz beiseite: Das Schwammstadt-Prinzip besagt schlicht und ergreifend, Städte so zu planen, zu bauen und umzurüsten, dass Regenwasser im urbanen Raum in deutlich größeren Mengen gespeichert werden kann. Am besten dort, wo es niedergeht – denn dann ist die positive Wirkung für Mensch und Natur am größten.
Wie das funktionieren kann? Zum Beispiel so:
Es muss nicht immer Asphalt sein. Gerade für weniger befahrene Straßen, wie zum Beispiel in Wohngebieten oder Fußgängerzonen, bieten sich andere Lösungen an. Etwa Pflastersysteme mit Sickerfugen oder sogenannter Drainasphalt, der tatsächlich wasserdurchlässig ist.
Anstelle eines klassischen Rinnsteins setzen manche Städte inzwischen auf Entwässerungsmulden. Dort sammelt sich der Regen zunächst, bevor er langsam in die Kanalisation abfließt. So hat er die Chance, nach einem sommerlichen Schauer wenigstens ein bisschen Verdunstungskälte zu erzeugen.
Eine Rigole können Sie sich wie einen unterirdischen Wassertank vorstellen, der Regenwasser auffängt, filtert und in das unter ihm liegende Erdreich versickern lässt. Quasi eine Kanalisation 2.0, die sich im Kleinen wie im Großen umsetzen lässt. Denn Rigolen gibt es sowohl vorgefertigt für den privaten Häuslebau als auch in gewaltigen Dimensionen für kommunale Bauprojekte.
Die offensichtlichste Lösung. Denn so ein kleiner Park oder ein Ententeich sehen nicht nur deutlich attraktiver aus als noch ein Bürogebäude. Vor allem bieten sie großräumig unversiegelte Flächen, ausreichend Platz für Pflanzen und Tiere und die Chance auf Naherholung. Jetzt muss das nur noch jemand dem Investor erklären.
Weniger aufwändig als ein ganzer Park, dafür aber immer noch sehr wirksam sind Stadtbäume. Denn so ein ausgewachsener Baum spendet nicht nur Schatten, sondern ist auch in der Lage, eimerweise Wasser aufzunehmen und an die Luft abzugeben. Viele Kommunen planen den Baumbewuchs daher inzwischen mit ein.
Anstatt komplette Straßenzüge aufzureißen und sie mit sickerfähigem Beton zu asphaltieren oder den örtlichen Supermarkt durch ein Feuchtbiotop zu ersetzen, ist es deutlich sinnvoller, komplett ungenutzte Flächen in das Schwammstadt-Prinzip zu integrieren. Denn die existieren reichlich in unseren Städten. Hoch über unseren Köpfen nämlich.
Ein Gründach vereint alles, was eine Schwammstadt ausmacht: Es ist in der Lage, große Mengen Wasser zu speichern, sorgt für Verdunstungskälte, bietet ein Biotop für zahlreiche Tierarten und ist wesentlich attraktiver als graue Dachpappe. Dass es außerdem noch die darunterliegenden Räume isoliert und seinen stolzen Besitzern damit hilft, Heiz- und Stromkosten zu sparen, ist ein angenehmer Nebeneffekt.
Eine Schwammstadt ist für ihre Bewohner:innen also nicht nur sicherer, sondern auch deutlich lebenswerter. Aber es kann doch nicht einfach alles gut sein, oder? Das wäre doch zu simpel. Wo ist der Haken?
Kurzum: Schwammstädte kosten Geld. Eine Straße, die mit Drainasphalt ausgelegt wurde, ist teurer als das herkömmliche Modell. An einem Biotop mitten in der Stadt lässt sich weniger verdienen als an einem Shoppingtempel.
ABER: Jedes Extremwetterereignis kostet ebenfalls Geld. Sei es durch die Verwüstung, die es anrichtet; durch steigende Gesundheitskosten, weil die Bewohner:innen in den Großstädten vor Hitze kollabieren oder durch wirtschaftliche Einbußen, weil der Zugverkehr eingestellt werden muss oder das Wasser die Internetleitung gekappt hat.
Wir können warten, bis alles in Schutt und Asche liegt und die Trümmer wieder aufbauen. Oder wir investieren rechtzeitig. Eigentlich ist es eine Milchmädchenrechnung.
Richtig angekommen ist das Thema in den Schaltzentren der Macht trotzdem weiterhin nicht. Zwar existieren auf kommunaler Ebene zahlreiche kleine Initiativen, die sich für mehr Schwammstadt-Maßnahmen in unseren Städten einsetzen, der ganz große Wurf fehlt aber noch.
Als Bundesländer sind bislang nur die Stadtstaaten Berlin mit der Regenwasseragentur und Hamburg mit der Gründachstrategie aktiv geworden – mit durchwachsenem Erfolg. Andere Großstädte sind da bereits deutlich weiter. Kopenhagen etwa werkelt schon seit 2011 an Schwammstadt-Maßnahmen und beabsichtigt diese im Jahr 2035 abzuschließen. Stolze 1,8 Milliarden Euro hat die dänische Metropole für unterschiedlichste Projekte zur Verfügung gestellt und ist somit mal wieder Vorreiterin auf unserem Kontinent.
Damit sich auch in unseren Breiten etwas tut, bevor unsere Städte endgültig zu Backöfen oder Seenplatten verkommen, lautet die beste Lösung deshalb, wie so oft: Nicht auf Hilfe von oben hoffen, sondern selbst aktiv werden.
Natürlich nicht, indem Sie Ihren Straßenzug komplett neu pflastern oder die Grundstücke in Ihrer Nachbarschaft aufkaufen, um sie in Parks umzubauen. Die einfachste und kostengünstigste Lösung für mehr Wasserrückhalt in unseren Städten ist für Einzelpersonen tatsächlich die Dachbegrünung.
Machen Sie den ersten Schritt zur Schwammstadt direkt vor Ihrer eigenen Haustür! Denn wenn es um Dachbegrünungen geht, sind wir absolute Experten und unterstützen Sie gerne. Mit unserem Plantile®-System verwandeln Sie Ihre Garage im Handumdrehen selbst in ein blühendes Regenrückhaltebecken – vollkommen ohne wochenlange Baustelle oder teure Handwerkerarbeiten.
Viele Kommunen unterstützen Ihren persönlichen Einsatz für die Schwammstadt zudem mit attraktiven Förderungen. So wird Ihre eigene Schwammstadt-Dachbegrünung nicht nur ein nachhaltiger Beitrag zum Klimaschutz, sondern auch eine wirtschaftlich sinnvolle Entscheidung.
Lassen Sie uns gemeinsam Ihre Dachbegrünung planen – kontaktieren Sie uns jetzt und gestalten Sie Ihre persönliche Schwammstadt!
Coverbild: DS stories, weitere Bilder: Simple Foto, BasieB
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